Wappen Landesjagdverband RLP

Kreisgruppe der Jäger Mainz-Bingen e.V.

Wappen Landkreis Mainz-Bingen

Jagdliches Brauchtum

Tradition, Verantwortung und Respekt gegenüber Natur und Wild


Das jagdliche Brauchtum umfasst die überlieferten Traditionen, Rituale und Verhaltensweisen der Jagd. Viele dieser Bräuche reichen mehrere Jahrhunderte zurück und spiegeln den respektvollen Umgang mit Wild, Natur und Mitmenschen wider. Bis heute sind sie ein wichtiger Bestandteil der jagdlichen Kultur und Ausdruck von Ethik, Gemeinschaft und Verantwortung.




Die Bedeutung des jagdlichen Brauchtums


Jagd ist weit mehr als das Erlegen von Wild. Das Brauchtum vermittelt Werte wie:


  • Achtung vor dem Leben und der Natur
  • Verantwortung für den Erhalt gesunder Wildbestände
  • Kameradschaft und gegenseitigen Respekt
  • Pflege von Tradition und Kultur

Diese Werte prägen das Selbstverständnis vieler Jägerinnen und Jäger bis heute.




Traditionelle Jagdsignale


Ein bedeutender Teil des Brauchtums sind die Jagdhornsignale. Mit dem Fürst-Pless-Horn oder Parforcehorn werden Signale zur Verständigung während der Jagd gegeben.

Bekannte Signale sind unter anderem:

  • „Begrüßung“
  • „Aufbruch zur Jagd“
  • „Jagd vorbei – Halali“
  • „Zum Essen“
  • Totsignale für die einzelnen Wildarten

Die Signale dienen nicht nur der Kommunikation, sondern ehren auch das erlegte Wild.




Der „Letzte Bissen“


Dem erlegten Wild wird traditionell ein bruchgerechter Zweig der sogenannte „Letzte Bissen“ in den Äser, Gebrech oder Fang gelegt. Dieser Brauch symbolisiert Dankbarkeit und Respekt gegenüber dem Tier.

Der Erleger erhält zudem den „Schützenbruch“, als Zeichen der Anerkennung und Waidgerechtigkeit.




Strecke legen und Verblasen


Nach Gesellschaftsjagden wird das erlegte Wild ordentlich auf dem Streckenplatz ausgelegt. Anschließend erfolgt das Verblasen der Strecke mit den entsprechenden Jagdsignalen.

Dieses traditionelle Zeremoniell dient der Ehrung des Wildes und bildet den würdigen Abschluss der Jagd.




Jägersprache und Gruß


Die Jägersprache ist eine schöne Sprache und ein wichtiger Bestandteil des jagdlichen Brauchtums. Viele Begriffe stammen aus früheren Jahrhunderten und werden bis heute verwendet.

Der traditionelle Gruß unter den Jägern lautet immer:

„Waidmannsheil“

Nur wenn der Jäger ein Stück erlegt hat, antwortet er darauf mit:

„Waidmannsdank“

Diese Grußformeln stehen für Kameradschaft und gegenseitigen Respekt unter Jägerinnen und Jägern.




Brauchtum und Verantwortung


Jagdliches Brauchtum bedeutet nicht nur Tradition, sondern auch Verantwortung für Natur, Wild und Umwelt. Die Pflege dieser Werte trägt dazu bei, waidgerechtes Handeln und den respektvollen Umgang mit dem Wild auch für kommende Generationen zu bewahren.

„Jagd ohne Brauchtum verliert ihre Wurzeln.“




Obmann Jagdliches Brauchtum

Erik Closhen

Tel. 0171 / 8909115

erik.closhen@
kreisgruppe-mainzbingen.de

Stv. Obmann Jagdliches Brauchtum

Florian Schmitt

Tel. 0157 / 86378818

florian.schmitt@
kreisgruppe-mainzbingen.de