Letzte Änderung:       30.12.2018

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      Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.

   Kreisgruppe Mainz-Bingen

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Jagdliches Brauchtum

Jagdliches Brauchtum

Neujahrsgrüße
Wünsch Euch allen ein "Prosit Neujahr"
und Waidmannsheil fürs ganze gar.
Wünsch Euch guten Anblick, edle Pirsch
und allen einen kapitalen Hirsch.


E. CLOSHEN, Obmann



Jagdhornbläsercorps Kur-Mainz

Rückblick Hubertusgedenken im Mainzer Raum

Auch in diesem Herbst erklangen wiederum die sakralen Bläsersätze zu Ehren von St. Hubertus in verschiedenen Gottesdiensten, die von Gläubigen und einem interessierten Auditorium aufmerksam und zahlreich besucht wurden.

Die Reihenfolge der herbstlichen Hubertusgedenken eröffnete am 27. Oktober 2018 in guter Tradition ein Jägergottesdienst, zu dem sich der neue Jungjägerjahrgang zum Abschluss der Ausbildung in der Johanneskirche zu Bingen einfand. Diplomtheologe Manuel FETTHAUER, selbst Jäger und Jagdhornbläser, führte durch die Liturgie.

Der Mainzer Dom war am 3. November 2018, dem Hubertustag, zur Hubertusmesse wieder erwartungsvoll nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. Dieser Gottesdienst fand zu 49. Mal in Folge in diesem ehrwürdigen Gotteshaus statt. Der Zelebrant Dompfarrer Prof. Dr. Franz-Rudolf WEINERT war für den inhaltsreichen und erbaulichen Gottesdienst zuständig.

Unmittelbar danach folgte am 4. November 2018 die gut besuchte Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Georg in Nieder-Olm. Auch hier hinterließ die würdevolle Zelebration des Gottesdienstes von Pfarrer Hubert HILSBOS bei den ergriffenen Teilnehmern nachhaltige Eindrücke.

Traditionell versammelten sich am 9. November 2018 in der St. Rochus-Kapelle zu Bingen zahlreiche Gläubige und Zuhörer aus dem Binger Raum zu einer Hubertusmesse, die von Pater Elmar THEISEN zelebriert wurde. Der Hegering Waldalgesheim-Bingen hatte den Kirchenraum andachtsvoll geschmückt und seine vereinigte Jagdhornbläsergruppe verabschiedete die Teilnehmer mit gekonnt vorgetragenen Jagdstücken.

Alle Zelebranten vermittelten den dankbaren Mitfeiernden ein glaubwürdiges Bild des Waidwerks und eines lebendigen Brauchtums. Für die gute Vorbereitung der Bläsergruppe gilt Hornmeister Peter WOEHL unser aufrichtiger Dank und höchste Anerkennung. Wir erreichten in den Gottesdiensten sowie in den Konzerten in den Außenanlagen der St. Rochus-Kapelle und der Klosterkirche in Sponheim nahezu 3.000 Gläubige und Freunde der Jagdmusik. Diese beachtliche Öffentlichkeitsarbeit und effektive Darstellung des Kulturgutes Jagd in der modernen pluralistischen Gesellschaft gibt uns nach wie vor das zuversichtliche Bewusstsein, an einer wichtigen Stelle des Jagdwesens zu wirken, und wird uns weiter beflügeln, uns mit Freude auf diese Veranstaltungen vorzubereiten.

E. CLOSHEN, Obmann und H. VOLKEMER, Schriftführer JHBC Kur-Mainz

Jagdhornbläsercorps Kur-Mainz

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65 Jahre Jagdhornbläsercorps Kur-Mainz

50 Jahre Parforcehorngruppe Kur-Mainz

In der damaligen Kreisgruppe Mainz gründete 1953 Rudolf Kreis nachweislich mit weiteren interessierten Jägern ein Jagdhornbläsercorps,  aus dem sich in der Folgezeit kontinuierlich das Jagdhornbläsercorps Kur-Mainz entwickelte.  Dieser Zusammenschluss dürfte daher mit zu den Ältesten Vereinigungen von Jagdhornbläsern in Rheinland-Pfalz gehören.
In den nun zurückliegenden nahezu sieben Jahrzehnten hat das Jagdhornbläsercorps abwechslungsreiche Zeitläufe erlebt.  Beim Rückblick auf die zurückgelegten Etappen und die mannigfaltigen Entwicklungen, die Höhen und Tiefen einer Bläsergemeinschaft,  ergibt sich eine durchwegs zufriedene Genugtuung über das Erreichte und Erlebte. Die vielen unvergesslichen Begebenheiten waren nur möglich,  weil die Beteiligten sich mit großer Hingabe, beharrlicher Begeisterung und ehrlicher Kameradschaft dem Jagdhornblasen und der Jagdmusik widmeten.  Vieles war nicht einfach, jedoch die zuversichtliche Gewissheit, sich einer schönen Sache zu widmen, half, viele schwierige Vorhaben zu meistern.  Zur Umsetzung waren und sind natürlich gute musikalische Leiter die zielbewusste Voraussetzung. Glücklicherweise standen und stehen diese,  beginnend von Emil Spill über Alfred Kruschel, Adalbert Frey und Annette Roos bis hin zu Peter Woehl dem Bläsercorps beständig und erfolgreich zur Verfügung.

Höhepunkte waren sicherlich die über 25 Jahre währenden Teilnahmen an den rheinland-pfälzischen Landeswettbewerben seit 1976,  bei denen sich das Corps 15-mal in Folge als Landeserste in den Meisterklassen A und G qualifizieren und noch weitere beachtliche  Platzierungen belegen konnte. Auch die Entscheidung, sich ab 1968 dem Blasen des Parforcehorns in Es zu widmen, war nicht nur mutig,  sondern eröffnete neue Entfaltungsmöglichkeiten, die Jagdmusik zu pflegen. Unvergesslich sind die vielen Hubertusmessen,  seit 50 Jahren im Mainzer Dom, insbesondere 1987 die Uraufführung der Kurmainzer Hubertusmesse, die die bemerkenswerte Tatkraft  und Komponierfreude des langjährigen Obmanns Heinrich Hefner und des Hornmeisters Adalbert Frey bekundet, an der Fortentwicklung  des neuen Brauchtums richtungsweisend mitzuwirken. Ungezählt bleiben die vielen Auftritte zu frohen und traurigen Anlässen.  Diese musikalischen Darbietungen haben die Darstellung des Waidwerks in der Öffentlichkeit nachhaltig zustimmend prägen können.  Die Verpflichtung, gute Traditionen zu bewahren und ein lebendiges Brauchtum zu pflegen, war und ist den Kurmainzern stets ein Leitgedanke ihres Handelns.
Das Jagdhornblasen erfährt seine Vollendung in einer vom erklärten Anspruch überzeugten Gemeinschaft.  Dies war das Motiv vieler Jahrgänge von Bläsern, und es bleibt zu hoffen, dass auch die nachfolgenden Jahrgänge  diesem anspruchsvollen und selbst auferlegten Motiv folgen werden.

E. CLOSHEN, Obmann

 

[Jagdliches Brauchtum]